Fünf Azubis bauen ein Haus

Die Mittelbayerische Zeitung berichtete über unser Projekt "Lehrlingshaus":
Ein Schwandorfer Paar wagt ein Experiment: Es lässt sein Traumhaus von Lehrlingen mauern. Die Azubis sollen dabei viel lernen.

Im Wackersdorfer Ortsteil Heselbach, in der Gustav-Mahler-Straße, läuft derzeit ein Bauprojekt der besonderen Art. Dort bauen gerade Maurer-Azubis selbst ein massives Ziegelhaus. Angefangen von der Berechnung und dem Einkauf der benötigten Materialien sowie dem Zeitmanagement bis hin zu den Maurer- und Betonarbeiten, liegt alles in der Verantwortung der Auszubildenden. Für sie alle ist das eine spannende Aufgabe - und die Bauherren haben großes Vertrauen in sie.

Die fünf jungen Männer lieben ihren Beruf. Max Heimerl ist froh über ihr Engagement. Das Projekt "Lehrlingshaus" ist für ihn ein wichtiges Projekt: Er erhofft sich dadurch auch, dass sich mehr Interessenten für eine Ausbildungsstelle zum Maurer bewerben. Derzeit bleibt in der Region Schwandorf/Regensburg laut Bauinnung jede vierte Lehrstelle unbesetzt.

Da freut sich Christian Huber, Geschäftsführer der Bezirksgeschäftsstelle Oberpfalz der Bauinnung über Aktionen wie die von Heimerl. "Im Image könnte der Bau schon noch zulegen", sagt er.

Viel lernen in kürzester Zeit

In Heselbach sind die jungen Maurer-Azubis seit 4. Juli im Einsatz. Seitdem haben sie viel geschafft. Der Rohbau ist fast fertig. Max Heimerl sagt: "Unsere Lehrlinge sind nicht nur Handlanger oder dazu da, die Baustelle aufzuräumen. Wir führen sie an den Beruf heran. Das hier ist ein Meilenstein in ihrer Ausbildung, weil sie viel Erfahrung bekommen. Maurer ist ein hochwertiger Beruf", erklärt der Firmenchef.

Alle drei Jahre - nun schon zum fünften Mal - führt die Firma Heimerl solch eine Aktion durch. So kann jeder Auszubildende einmal während seiner dreijährigen Ausbildungszeit an einem derartigen Projekt teilnehmen. Das Projekt lohnt sich auch für das Unternehmen: Die jungen Männer machen in den sechs Projektwochen einen Entwicklungsschritt durch, der etwa einem Jahr Arbeit entspricht, erklärt Max Heimerl.  Deshalb bekommen die, die das Projekt schon durchlaufen haben, innerhalb der Firma auch einen Beinamen: "Heimerl Helden".

Auf der Baustelle steht Vorarbeiter Christoph Imm den Lehrlingen bei der täglichen Arbeit beratend zur Seite. Er achtet auf Qualität und Arbeitssicherheit und überwacht den Baufortschritt kontinuierlich.

Den kompletten Zeitungsbericht finden Sie hier.